Montag, 15. September 2014

WM Oberhundem - Highlight des Jahres

Vom 11. - 14. September fand der Saisonhöhepunkt des Jahres, die WM im Ski Inline Alpin, in Oberhundem im Sauerland statt. Auf dem Programm standen, der Riesenslalom, der Parallelslalom, der Teamwettbewerb und als krönender Abschluss der Slalom. Leider konnte unser Riesenslalom Weltmeister von 2012, Philip Jung seinen Titel nicht verteidigen, da sein Studium zur Zeit absolute Priorität genießt und er seinen Start in allen Disziplinen absagen musste. Somit war das Motto für unsere Starter eher das Olympische "Dabeisein ist alles". Aber nicht nur Läufer können Erfolge erringen auch Trainer sind an diesen Erfolgen maßgeblich beteiligt. An dieser Stelle soll nochmals darauf hingewiesen werden, dass unser Vereinstrainer Johann Rumpf nun seit einigen Jahren, neben den Läufern des SSV Landesverbandes, auch die Nationalmannschaft des deutschen Skiverbandes (DSV) betreut. Im Vorfeld der WM fand ein dreitägiges Trainingslager des DSV-Teams statt, in dem sich die Rennläufer nochmals intensiv auf die WM vorbereiteten.

Rennstrecke vom Gegenhang

Riesenslalom
Die WM startete donnerstags mit dem Riesenslalom. Die Strecke in Oberhundem ist das Pendant der Streif in Kitzbühel. Steil, spektakulär und herausfordernd für jeden Rennläufer. Am morgen wurde zuerst ein Training angeboten, das bei den herrschenden nassen Verhältnissen schon sehr spektakulär war. Von den ersten 20 gestarteten Teilnehmerinnen  kamen nur vier ins Ziel, die anderen mussten vorzeitig ihren Lauf beenden. Schon hier zeigte sich, dass die Strecke einer WM würdig sein würde, die Besten würden sich durchsetzen.


Zum Beginn des Rennens hatte es glücklicherweise abgetrocknet und für alle Rennläufer herrschten beste Bedingungen. Bei Spitzengeschwindigkeiten von ca. 70km/h entwickelten sich sowohl bei den Frauen als auch bei den Herren sehr spannende Rennen. Am Ende siegten mit Ann Krystina Wanzke und Manuel Zörlein zwei deutsche Starter aus dem DSV Team. Bester Mosbacher wurde Jan Vogt Jahrgang 2000 als 28. Ein ganz tolles Ergebnis, da Jan einer der jüngsten im Felde ist. Johann schied nach einem sehr guten ersten Durchgang mit einem Torfehler im Zweiten leider aus.

Riesenslalom
Parallelslalom
Der Freitag stand im Zeichen der Show. Der Parallelslalom ist der Showact im Ski Inline. Spannende Rennen, enge Duelle, spektakuläre Stürze sowie Dramen und Erfolge standen auf dem Programm. In einem Qualifikationsdurchgang wurden zu Beginn des Rennens die 32 zeitschnellsten Damen und Herren gesucht, die dann anschließend im KO-Verfahren gegeneinander fahren sollten. Unsere Starter kamen mit dem ungewohnten Start aus der Startanlage, bei dem man bereits alles verlieren konnte, nicht ganz so gut zurecht und konnten sich leider nicht für die Finals qualifizieren. Trotzdem hatten alle ihren Spaß und genossen die Show. Mit Susanne Weber aus dem DSV Team, sowie Marco Walz standen erneut zwei Deutsche ganz oben auf dem Siegerpodest. Die Plätze belegten ebenfalls ausschließlich Starter des DSV Teams.

Startanlage

Eng geht's zu

Füße oder Händer vor
Teamwettbewerb
Am Samstagmorgen stand der Teamwettbewerb auf dem Programm. Sieben Nationen hatten gemeldet und bei nassen Bedingungen, mussten die Rennläufer all ihr Können aufbieten, um die anspruchsvolle Strecke sturzfrei bewältigen zu können. Deutschland, dass als hoher Favorit ins Rennen ging, konnte dieser Rolle gerecht werden und gewann überlegen vor den Mannschaften aus Lettland und Tschechien. Die Rennen zeigten aber, dass die Rennläufer unabhängig von ihrer Nationalität zu einer gemeinsamen Familie, der Ski Inline Familie gehören, in der Sportsgeist und Fairness einen sehr hohen Stellenwert haben.

Slalom
Der Höhepunkt der WM, die Königsdisziplin ist der Slalom, der am abschließenden Sonntag stattfand. Hier waren wieder Simone und Jan Vogt als Vertreter des SC Mosbachs am Start. Beide konnten sich für den zweiten Durchgang, das Finale der besten 50 Ski Inline Rennläufer der Welt qualifizieren, was bereits ein beachtlicher Erfolg ist. Simone wurde dann im Finale, als Älteste Starterin, sehr gute 42. Jan machte es noch ein bisschen besser und wurde Toller 33. Gewonnen haben, wie bereits im Riesenslalom, Ann Krystina Wanzke und Manuel Zörlein vom DSV Team.

Simone - Slalom

Fazit
Wir durften vier wundervolle Tage im Sauerland verbringen bei dem toller Sport geboten wurde, es zu wenigen Stürzen kam und kein Rennläufer ernstlich verletzt wurde. Die Erfolge für die Rennläufer des SCM beschränkten sich in diesem Jahr auf Achtungserfolge in einzelnen Disziplinen, aber der Nachwuchs ist vorhanden, sodass wir uns auf eine tolle Zukunft freuen dürfen. Zumal wir uns glücklich schätzen können, mit Johann Rumpf einen der besten Trainern der Welt in unseren Reihen zu haben. Seine Bilanz als Trainer dieser WM kann sich wahrlich sehen lassen, denn seine Schützlinge aus dem DSV Team haben 7 von 8 Titeln und 14 von 18 möglichen Medaillen errungen. Hierzu möchten wir ihm nochmals ausdrücklich gratulieren, eine ganz tolle Leistung Johann - CHAPEAU!

Copyright der Bilder: Martina Schleger und Kenji Takai